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Anleitung

Stellarium einrichten und zur Planung nutzen

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Stellarium zeigt den Himmel so, wie er von Ihrem Standort aus zu einer bestimmten Zeit aussieht. Für Fernglas und Teleskop ist das ein hilfreiches Planungswerkzeug: Sie sehen vorab, welche Objekte sichtbar sind, wann sie aufgehen und wie hoch sie stehen. Diese Seite zeigt Schritt für Schritt, wie Sie das Programm einrichten, Objekte finden und für Ihre Geräte sinnvolle Einstellungen vornehmen. Die Menüs können sich je nach Version und Plattform unterscheiden, die Grundschritte bleiben aber gleich.

Welche Version Sie nutzen können

Es gibt eine Desktop-Version für Windows, macOS und Linux, die kostenlos ist, sowie eine Web-Version im Browser und eine Mobil-App für Smartphones. Die Desktop-Version bietet die meisten Einstellungen. Die Web-Version genügt für schnelle Abfragen. Auf dem Handy eignet sich die App für den Einsatz im Freien, auch wenn die Bildschirmhelligkeit nachts stören kann. Informationen zum Download und zur Bedienung finden Sie auf der Projektseite des Programms.

Laden Sie Software nur von der Projektseite oder aus dem offiziellen App-Store, nicht von Drittseiten.

Standort und Zeit einstellen

Ohne den richtigen Standort zeigt Stellarium den Himmel für einen anderen Ort. Das Ergebnis ist dann falsch, besonders beim Horizont und den Aufgangszeiten. Öffnen Sie das Standortfenster und geben Sie Ort oder Koordinaten ein, oder lassen Sie das Programm den Standort automatisch erkennen, wenn Sie dem zustimmen. Anschließend prüfen Sie die Zeitzone und das Datum.

Das Zeitfenster ermöglicht es, Datum und Uhrzeit zu verstellen. So sehen Sie, wie der Himmel morgen Abend oder in einem Monat aussieht. Prüfen Sie, ob die Sommerzeit korrekt berücksichtigt ist.

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    Standortfenster öffnen und Ort oder Koordinaten eingeben.

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    Zeitzone und Datum kontrollieren.

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    Gewünschten Beobachtungszeitpunkt am Abend einstellen.

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    Landschaft mit Horizont einschalten, damit Hindernisse sichtbar sind.

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    Atmosphäre aktivieren, damit die Sichtbarkeit realistisch bleibt.

Objekte suchen und anzeigen

Über die Suchfunktion finden Sie Mond, Planeten, Sterne oder Sternbilder. Geben Sie zum Beispiel Saturn ein, und das Programm zentriert den Planeten. In den Objektinformationen sehen Sie Helligkeit, Auf- und Untergangszeit und die Höhe über dem Horizont. Das hilft zu entscheiden, wann ein Ziel am besten beobachtbar ist.

Planeten stehen am günstigsten, wenn sie hoch am Himmel sind. Nahe am Horizont verschlechtert die Luftunruhe das Bild. Mehr zur Planetenbeobachtung lesen Sie in Planeten beobachten mit dem Teleskop und für ein konkretes Ziel in Saturn mit dem Teleskop finden.

Nützliche Einblendungen

Mit wenigen Schaltern machen Sie den Himmel übersichtlicher. Sternbildlinien und Sternbildnamen helfen bei der Orientierung. Das Azimutalgitter zeigt Himmelsrichtung und Höhe, das Äquatorialgitter erleichtert die Arbeit mit parallaktischen Montierungen. Schalten Sie die Anzeige nur ein, wenn Sie sie brauchen, sonst wird der Himmel unübersichtlich.

Teleskop und Okular simulieren

In den Einstellungen können Sie mit dem Okular-Plugin Ihre Geräte hinterlegen: Brennweite und Öffnung des Teleskops sowie Okular und Blickfeld. Das Programm zeigt dann ein Kreisfeld, das ungefähr dem Bildausschnitt entspricht. So prüfen Sie vorab, ob ein Objekt hineinpasst. Wie Sie die Vergrößerung selbst berechnen, erklärt Teleskop: Brennweite und Vergrößerung mit dem Rechner für Teleskop-Vergrößerung.

Für ein Fernglas hilft dasselbe Prinzip: Das Sehfeld in Grad zeigt, ob ein ausgedehntes Objekt wie die Andromedagalaxie sichtbar ist. Den Hintergrund liefert der Beitrag Andromedagalaxie mit Teleskop oder Fernglas.

Einen Beobachtungsabend planen

Planen Sie in drei Schritten. Zuerst wählen Sie Ziele, die zu Ihrem Gerät passen. Wer neu beginnt, findet Anregungen in Beobachtungsziele für Anfänger. Dann prüfen Sie, wann sie über dem Horizont stehen und ob der Mond stört. Zuletzt notieren Sie Himmelsrichtung und Höhe, damit Sie draußen schnell zielen können.

Behalten Sie die Mondphase im Blick. Ein heller Mond überstrahlt schwache Objekte, bietet aber selbst ein lohnendes Ziel, wie in Mond beobachten mit dem Teleskop beschrieben. Ein Wetterbericht ergänzt die Planung, denn Stellarium kennt weder Wolken noch Dunst.

Nachtmodus und Sicherheit im Dunkeln

Ein heller Bildschirm zerstört die Dunkeladaption des Auges, die rund 20 bis 30 Minuten braucht. Nutzen Sie daher den Nachtmodus, der Farben rot färbt, und senken Sie die Helligkeit. Eine rote Taschenlampe ergänzt das. Bewegen Sie sich im Dunkeln vorsichtig, nutzen Sie festen Stand und sichern Sie Ihre Geräte gegen Umkippen.

Hinweis:Stellarium kann auch die Sonne darstellen. Beobachten Sie die Sonne niemals mit Fernglas oder Teleskop ohne einen dafür zugelassenen Sonnenfilter. Hinweise dazu finden Sie in Sonne beobachten nur mit Filter.

Häufige Fragen

Ist Stellarium kostenlos? Die Desktop- und Web-Version sind frei nutzbar. Für die Mobil-App gelten die Bedingungen des jeweiligen Stores. Prüfen Sie dies vor der Installation.

Warum stimmt der Himmel nicht mit der Realität überein? Meist sind Standort, Zeitzone oder Uhrzeit falsch eingestellt. Kontrollieren Sie diese drei Werte zuerst.

Kann ich damit mein Teleskop steuern? Mit entsprechenden Einstellungen und Zubehör ist das bei manchen Montierungen möglich. Das ist für Einsteiger meist nicht nötig, zur Planung genügt die Anzeige.

Zeigt Stellarium auch Satelliten? Mit Zusatzmodulen ja, der Datenstand muss aktuell gehalten werden.

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