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Anleitung

Drehbare Sternkarte richtig benutzen

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Eine drehbare Sternkarte ist ein einfaches, zuverlässiges Werkzeug ohne Akku und Bildschirm. Sie zeigt, welche Sternbilder zu welchem Zeitpunkt sichtbar sind. Für Anfänger wirkt sie zunächst ungewohnt. Dieser Beitrag erklärt, wie Sie sie einstellen, lesen und im Dunkeln nutzen, ohne sich zu verirren.

Aufbau der Sternkarte

Eine drehbare Sternkarte besteht aus zwei Scheiben: einer unteren mit den Sternen und einer oberen mit einem ovalen Fenster. Am Rand stehen Datum und Uhrzeit. Durch Drehen der Sternenscheibe stellen Sie die Karte auf Datum und Uhrzeit ein. Das Fenster zeigt den Himmel, der in diesem Moment über dem Horizont steht.

Die Karte ist für eine bestimmte Breite ausgelegt. Karten für Mitteleuropa passen für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Prüfen Sie die Angabe auf der Karte.

Einstellen von Datum und Uhrzeit

Drehen Sie die Scheibe, bis die Markierung für die Uhrzeit auf das aktuelle Datum zeigt. Beachten Sie, dass die Uhrzeit meist als Ortszeit angegeben ist. Im Sommer gilt die Sommerzeit, viele Karten rechnen mit Winterzeit und verlangen einen Zuschlag. Lesen Sie die Anleitung der Karte.

Der Mittelpunkt des Fensters entspricht dem Zenit, also dem Punkt senkrecht über Ihnen. Der Rand entspricht dem Horizont. Die Himmelsrichtungen sind am Rand beschriftet.

Karte halten und lesen

Halten Sie die Karte über den Kopf, sodass die Beschriftung der Richtung, in die Sie schauen, unten liegt. Sie sehen dann die Sterne so, wie sie am Himmel erscheinen. Drehen Sie sich mit der Karte, wenn Sie die Blickrichtung ändern. Das Abgleichen von Karte und Himmel gelingt am besten mit hellen Sternen.

Suchen Sie zuerst auffällige Figuren, siehe Sternbilder finden für Anfänger. Dann ordnen Sie weitere Sterne zu.

  1. 1

    Karte auf Datum und Uhrzeit einstellen.

  2. 2

    Blickrichtung bestimmen und die passende Richtung unten halten.

  3. 3

    Karte über den Kopf halten.

  4. 4

    Helle Sterne und auffällige Figuren suchen.

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    Von dort aus weitere Sternbilder zuordnen.

Rotlicht und Beleuchtung

Beim Lesen der Karte brauchen Sie Licht, das die Augen nicht blendet. Eine Taschenlampe mit Rotlicht erhält die Dunkelanpassung. Weißes Licht zerstört sie, und es dauert Minuten, bis die Augen wieder empfindlich sind. Mehr dazu: Dunkeladaption und Rotlicht.

Manche Karten sind phosphoreszierend oder haben große Schrift für die Nacht. Wählen Sie eine Karte, die zu Ihrem Gebrauch passt.

Planeten, Mond und Deep Sky

Planeten, Mond und Sonne sind auf der Karte nicht verzeichnet, weil sie wandern. Informationen zu ihnen finden Sie in Jahrbüchern oder Apps. Auf der Karte finden Sie jedoch helle Sternhaufen und Nebel, die Sie mit Fernglas oder Teleskop ansteuern. Siehe Planeten mit dem Teleskop beobachten.

Nutzen Sie die Karte zur Planung. Sie sehen, welche Objekte in der Nacht gut stehen, und können die Beobachtung entsprechend vorbereiten.

Vorteile gegenüber Apps

Eine Sternkarte funktioniert ohne Strom, hat keinen blendenden Bildschirm und ist robust. Sie zwingt zum aktiven Vergleichen von Karte und Himmel, was das Lernen fördert. Apps sind bequemer, zeigen Planeten und Satelliten und erkennen Objekte per Kamera.

Viele Beobachter kombinieren beides. Die Karte für das Lernen und den schnellen Blick, die App für Zusatzinformationen. Siehe Stellarium einrichten und nutzen.

Praxisbeispiel

Es ist 22 Uhr am 15. November. Sie stellen die Karte entsprechend ein, halten sie nach Süden und erkennen auf der Karte den Pegasus, Andromeda und Kassiopeia. Draußen suchen Sie zuerst Kassiopeia, finden das W und gehen von dort zu Andromeda. Mit dem Fernglas sehen Sie die Andromeda-Galaxie als schwachen Nebel, siehe Andromeda-Galaxie finden und beobachten.

Kurz zusammengefasst

Datum und Uhrzeit einstellen, Karte über den Kopf halten, mit Rotlicht lesen, helle Sterne suchen. Eine Sternkarte ist einfach, robust und ein guter Lernbegleiter.

Kartentypen und Auswahl

Es gibt Karten mit unterschiedlicher Größe, Auflösung und Beschriftung. Kleinere Karten sind handlich, größere zeigen mehr Sterne und Objekte. Achten Sie auf eine gut lesbare Schrift und ein stabiles Material, denn Feuchtigkeit schadet. Für Kinder gibt es Karten mit vereinfachten Sternbildern. Für Fortgeschrittene sind Karten mit Deep-Sky-Objekten und Koordinaten nützlich. Wählen Sie eine Karte, die zu Ihrem Standort passt, und lesen Sie die mitgelieferte Anleitung vor dem ersten Einsatz.

Zu den Zubehörteilen zählen eine Rotlichtlampe, ein Klemmbrett und ein Kompass. Mit ihnen wird die Beobachtung komfortabler. Eine Plastikhülle schützt die Karte bei Tau.

Typische Fehler vermeiden

Häufig wird die Karte nicht auf die Sommerzeit korrigiert, oder man hält sie in der falschen Richtung. Auch die Verwechslung von Ost und West ist verbreitet, weil die Karte über dem Kopf gelesen wird. Prüfen Sie die Richtungen mit einem Kompass. Wenn Sie unsicher sind, vergleichen Sie zunächst nur den Großen Wagen und Kassiopeia, bevor Sie komplizierte Bereiche angehen. So bauen Sie Sicherheit auf.

Häufige Fragen

Gilt die Karte für ganz Deutschland? Für Mitteleuropa, ja. Kleine Abweichungen sind unerheblich.

Muss ich die Sommerzeit beachten? Ja, prüfen Sie die Hinweise der Karte.

Zeigt die Karte Planeten? Nein, nur Sterne und Deep-Sky-Objekte.

Wie lese ich die Helligkeit? Größere Punkte stehen für hellere Sterne.

Was Sie dafür brauchen